Konferenz 2015 – Digital Musicology

Roundtable „Digital Musicology“

Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung vom 29. September bis 2. Oktober 2015 an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg

Mittwoch, 30. September 2015, 16.30–18.30 Uhr

Moderation: Sebastian Bolz (LMU München), Ralf Martin Jäger (WWU Münster), Michaela Kaufmann (MPIEÄ Frankfurt a. M.)

Ein vollständiger Mitschnitt der Veranstaltung steht hier zur Verfügung.

Wie verändert sich Musikwissenschaft in Zeiten der digitalen und scheinbar unbegrenzten Verfügbarkeit von Klängen, Texten, Noten und Forschungsdiskursen? Während Auswirkungen der Digitalisierung auf das Musikleben oder Möglichkeiten und Grenzen digitaler Editionen inzwischen intensiv diskutiert werden, steht eine systematische Auseinandersetzung mit den Veränderungen musikwissenschaftlicher Denkweisen und Forschungspraktiken noch aus.

In jüngerer Zeit sind Beispiele dafür sichtbar geworden, wie Auseinandersetzungen der Musikwissenschaft mit Fragen der Verfügbarkeit und Bereitstellung von digitalen Angeboten aussehen können: Der Fachinformationsdienst Musik (FiD) und die Virtuelle Fachbibliothek Musik (ViFa Musik) sind dabei auf der Bibliotheksebene federführend; der freie Zugang zu Fachzeitschriften wie der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie, die Gründung reiner Online-Journale wie der Zeitschrift Act, die Neuausrichtung der Musicologica Austriaca als OpenAccess-Publikation bis hin zur dritten Ausgabe der MGG als Online-Lexikon reagieren auf ein Bedürfnis des (musik-)wissenschaftlichen Arbeitsalltags. Diese Beispiele führen zu der zentralen Frage, mit der sich die Musikwissenschaft auseinandersetzen muss: Wo soll in Zukunft musikwissenschaftliches Wissen stattfinden?

Die Veranstaltung setzt sich als Ziel, unterschiedliche Perspektiven auf Möglichkeiten und Rahmenbedingungen digitaler Verfügbarkeit musikwissenschaftlichen Wissens in einer zum Plenum hin geöffnete Diskussionsrunde zusammenführen. Die Frage nach einer konstruktiven Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Institutionen und Initiativen soll dabei im Vordergrund stehen: Wie können Funktionen und Aufgaben des FiD, ViFa und Musikbibliotheken im Bereich der digitalen Angebote aufeinander abgestimmt und auf die musikwissenschaftliche Forschungsumgebung ausgerichtet werden? In welcher Form können diese Angebote mit Initiativen aus der Fach- und Verlagswelt zusammenarbeiten? Wie verändern digitale Publikationsmöglichkeiten unser Schreiben, die Darstellung unseres Gegenstandes und damit vielleicht unser Fach?

Dabei werden Themen wie der oft gewünschte freie Zugang zu den Angeboten, die Finanzierbarkeit von Infrastrukturen für Repositorien oder digitalen Editionen, die Rolle von Verlagen, die Akzeptanz von online verfügbaren Forschungsergebnissen in der Fachwelt, aber auch die Frage nach dem Mehrwert „digitalen Arbeitens“ diskutiert.

Diskutierende auf dem Podium:

  • Jürgen Diet (Bayerische Staatsbibliothek München/ViFa-Musik/FiD)
  • Kai Hinrich Müller (Verantwortlicher für den Bereich Digital Media beim Schott-Verlag)
  • Laurenz Lütteken (Herausgeber der MGGonline)
  • Barbara Wiermann (Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden/FiD)
  • Felix Wörner (Mitherausgeber der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie)
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Ein Gedanke zu „Konferenz 2015 – Digital Musicology

  1. Pingback: Wolfgang Schmale Digital Musicology im Kontext der Digital Humanities | Wolfgang Schmale

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