Konferenz 2014

Workshop „Elektronisches Publizieren und Open Access – Stand und Perspektiven“

Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung vom 17. bis 20. September 2014 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Donnerstag, 18. September 2014, 14.30–18.00 Uhr

Leitung: Maxi Kindling (HU Berlin)/Ben Kaden (TU Berlin)

Wie verändert sich Musikwissenschaft in Zeiten der digitalen und scheinbar unbegrenzten Verfügbarkeit von Klängen, Texten, Noten und Forschungsdiskursen? Während Auswirkungen der Digitalisierung auf das Musikleben oder Möglichkeiten und Grenzen digitaler Editionen inzwischen intensiv diskutiert werden, steht eine systematische Auseinandersetzung mit den Veränderungen musikwissenschaftlicher Forschungspraktiken, Kommunikations-, Publikations- und Lehrformen noch aus.

Die Fachgruppe Nachwuchsperspektiven möchte mit ihren Aktivitäten diese Prozesse, deren Konsequenzen, Möglichkeiten und Grenzen innerhalb der Gesellschaft für Musikforschung präsenter machen. Entlang von vier thematischen Achsen denken wir über das Potential der Digital Humanities für die gegenwärtige Musikforschung nach: Wir fragen danach, wie sich die digitale Verfügbarkeit von Quellen und Literatur sowie die damit einhergehenden differenzierten Recherchemöglichkeiten auf Forschungsmethodiken und –themen auswirken. Wie verändern die neuen Werkzeuge und Fragemöglichkeiten unsere Vorstellungen davon, was überhaupt eine wissenschaftliche Leistung ist? Auch die wissenschaftliche Kommunikation gestaltet sich mit Email, Skype oder Twitter anders als noch vor wenigen Jahren. Verändert dies z.B. die Zusammensetzung von Arbeitsgruppen? Internationalisiert/interregionalisiert sich das musikwissenschaftliche Feld? Noch weitgehend unausgeschöpft ist das Potential intermedialer Publikationsformen. Dies beschränkt sich keineswegs auf Fragen nach Open-Access-Publikationen oder Möglichkeiten musikwissenschaftlicher Blogs. Sind mithilfe digitaler Medien nicht ganz andere Formen vernetzter musikwissenschaftlicher Texte denkbar? Schließlich gilt es, Möglichkeiten und Grenzen digital unterstützter Lehre nachzugehen. Wie können z.B. die Lernmanagementsysteme vieler Universitäten produktiver eingesetzt werden? Welche neuen Lehrformen werden so denkbar?

Im Zentrum des Anliegens steht das Nachdenken darüber, wie im digitalen Zeitalter musikwissenschaftliches Wissen entsteht und verbreitet werden kann. Damit schaltet sich die Fachgruppe Nachwuchsperspektiven in die aktuellen Diskussionen um Möglichkeiten und Grenzen der Digital Humanities ein. In Anknüpfung an die in diesem Zusammenhang entwickelten Konzepte sollen die Spezifika musikwissenschaftlicher Quellen, Methoden und Vermittlungsformen, die im interdisziplinären Kontext bisher unterrepräsentiert sind, eingebracht und differenziert werden.

Unterlagen zum Workshop sind – dem Anliegen der Veranstaltung entsprechend – frei im Internet zugänglich.

Die Workshopleiter sind als wissenschaftliche Mitarbeiter in diesem Bereich tätig und sind Herausgeber einer online publizierten Open-Access-Zeitschrift: LIBREAS. Library Ideas (www.libreas.eu)

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